Es war einer dieser ganz normalen Nachmittage, an denen ich eigentlich nur schnell die Küche aufräumen wollte. Die Kinder waren aus dem Haus, mein Mann noch bei der Arbeit, und ich stand vor dem Brotkasten mit diesem typischen „Das ist doch noch gut“-Blick. Zwei Scheiben vom Bauernbrot, ein Stück Baguette vom Wochenende und eine halbe Kruste, die niemand mehr so richtig anrühren wollte. Früher hätte ich das alles vielleicht schweren Herzens entsorgt. Aber seit einiger Zeit versuche ich bewusster zu leben, weniger wegzuwerfen und aus dem, was da ist, etwas Schönes zu machen.
Während ich das Brot in der Hand hielt, erinnerte ich mich an die Suppe vom Vortag – eine einfache Tomatencremesuppe, die mit etwas Knusprigem obendrauf einfach perfekt gewesen wäre. Und genau da kam mir die Idee: Warum eigentlich keine Croutons? Nicht aus der Pfanne, wie ich es früher gemacht habe, sondern im Airfryer. Seit dieses Gerät bei uns eingezogen ist, probiere ich ständig Neues aus. Und ich liebe es, wie schnell und gleichmäßig alles knusprig wird, ohne dass man viel Fett braucht oder die Küche danach aussieht wie ein Schlachtfeld.
Ich habe also das alte Brot genommen, in Würfel geschnitten und angefangen zu experimentieren. Ein bisschen Olivenöl, eine Prise Salz, etwas Knoblauchpulver – mehr brauchte es eigentlich nicht. Als ich die gewürzten Brotwürfel in den Airfryer gelegt habe, hatte ich ehrlich gesagt keine großen Erwartungen. Aber was dann passierte, hat mich wirklich begeistert. Schon nach wenigen Minuten hörte ich dieses leise Knistern, und als ich den Korb öffnete, duftete die Küche herrlich nach geröstetem Brot. Goldbraun, knusprig, aromatisch – und das aus Resten, die sonst vielleicht im Müll gelandet wären.
Seit diesem Tag gehören selbstgemachte Croutons bei uns fast schon zur Grundausstattung. Sie machen aus einer einfachen Suppe ein kleines Highlight, geben Salaten Biss und sind sogar pur als Snack unwiderstehlich. Und das Schönste daran: Es ist so unkompliziert, dass man es nebenbei machen kann, während die Suppe köchelt oder der Salat vorbereitet wird.
Zutaten
300 g altbackenes Brot (z. B. Baguette, Bauernbrot oder Mischbrot)
2–3 EL Olivenöl
1 TL Knoblauchpulver oder 1 kleine frische Knoblauchzehe, fein gehackt
½ TL Salz
Frisch gemahlener Pfeffer nach Geschmack
Optional: 1 TL getrocknete Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Oregano
Optional: 1–2 EL frisch geriebener Parmesan
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