Es gibt Tage, an denen man gar nicht viel braucht, um sich wohlzufühlen. Bei mir sind das oft diese ganz normalen Nachmittage, wenn es draußen vielleicht ein bisschen grau ist, die To-do-Liste eigentlich noch lang wäre, aber ich mir trotzdem ein paar Minuten in der Küche gönne. Genau an so einem Tag ist dieses Brot entstanden. Ich hatte keine Lust auf schwere Hefeteige, keine Geduld für stundenlanges Gehenlassen und ehrlich gesagt auch kein Bedürfnis nach einem Rezept, das am Ende eher wie ein Sonntagsprojekt wirkt als wie etwas, das man spontan im Alltag macht. Ich wollte etwas Leichtes, etwas Unkompliziertes, ein Brot, das nicht beschwert, sondern einfach gut schmeckt und sich ohne großen Aufwand backen lässt. Und weil meine Heißluftfritteuse sowieso fast täglich im Einsatz ist, dachte ich mir: Warum eigentlich nicht auch Brot darin backen? Erst war ich skeptisch, aber genau diese Neugier hat sich am Ende gelohnt. Herausgekommen ist ein Brot, das außen eine zarte, goldene Kruste bekommt, innen weich und saftig bleibt und dabei viel leichter ist als klassische Varianten. Kein langes Vorheizen, kein schwerer Teig, kein Warten – sondern ein Rezept, das sich fast nebenbei machen lässt, während man noch schnell die Küche aufräumt oder einen Tee kocht. Und genau dieses Gefühl möchte ich weitergeben: Backen ohne Stress, ohne Perfektion, dafür mit ganz viel Herz und einem Ergebnis, das nach Zuhause schmeckt.
Zutaten
250 g Dinkelmehl (Type 630)
100 g feines Hafermehl oder gemahlene Haferflocken
1 Päckchen Trockenhefe
1 TL Salz
1 TL Honig oder Ahornsirup
1 EL mildes Olivenöl
ca. 220 ml lauwarmes Wasser
2 EL Naturjoghurt (optional, macht das Brot besonders saftig)
1 EL Leinsamen oder Chiasamen (für eine leichte, nussige Note)
Zubereitung
Ich beginne dieses Brot immer ganz entspannt, ohne große Vorbereitung. In einer Schüssel vermische ich zuerst das Dinkelmehl mit dem Hafermehl. Diese Kombination macht das Brot lockerer und gleichzeitig etwas herzhafter, aber ohne die Schwere eines klassischen Vollkornbrotes. Dann streue ich die Trockenhefe dazu, gebe das Salz auf eine Seite der Schüssel – so kommt es nicht direkt mit der Hefe in Kontakt – und füge den Honig hinzu. Der sorgt nicht dafür, dass das Brot süß wird, sondern hilft der Hefe, schneller zu arbeiten und gibt eine ganz feine, runde Geschmacksnote.
Jetzt kommt das lauwarme Wasser dazu. Es sollte wirklich nur handwarm sein, nicht heiß, denn wir wollen die Hefe ja unterstützen und nicht erschrecken. Mit einem Löffel rühre ich alles locker zusammen, gebe dann das Olivenöl und den Joghurt dazu. Der Teig wirkt zuerst etwas rustikal und ungleichmäßig, aber genau so soll es sein. Ich knete ihn nur kurz mit den Händen weiter, wirklich nicht länger als vier oder fünf Minuten. Dieses Brot braucht keine Perfektion, sondern nur ein bisschen Aufmerksamkeit. Der Teig wird weich, leicht elastisch und bleibt minimal feucht – ein Zeichen dafür, dass das Brot später schön saftig wird.
Ich lasse den Teig einfach zehn Minuten ruhen. Kein großes Gehenlassen, kein Warmstellen, nur ein Küchentuch darüber. In dieser Zeit räume ich meist schon alles wieder weg oder bereite mir einen Kaffee zu. Danach forme ich den Teig mit leicht bemehlten Händen zu einem kleinen, runden Laib. Er muss nicht perfekt aussehen – gerade das Rustikale macht später den Charme aus.
In den Korb der Heißluftfritteuse lege ich ein Stück Backpapier, setze den Laib hinein und schneide die Oberfläche einmal leicht ein. Dieser kleine Schnitt hilft, dass das Brot gleichmäßig aufgeht und bekommt später diese schöne, handwerkliche Optik, die ich so mag.
Dann backe ich das Brot bei 165 °C etwa 18–20 Minuten. Nach ungefähr der Hälfte der Zeit schaue ich kurz hinein. Jeder Airfryer arbeitet ein bisschen anders, deshalb reicht ein kurzer Blick, um sicherzugehen, dass nichts zu dunkel wird. Während das Brot backt, beginnt die Küche nach warmem Getreide, ein bisschen nach Nuss und ganz leicht nach Hefe zu duften – genau dieser Duft, der sofort Gemütlichkeit entstehen lässt.
Page: 1 2
Ein Badezimmer, das schon beim Betreten angenehm frisch riecht, ist für viele Menschen ein kleines…
Wenn es nach einem langen Arbeitstag schnell gehen muss, aber trotzdem etwas Herzhaftes auf den…
Manchmal sind es die einfachsten Dinge im Haushalt, die für die größte Überraschung sorgen. Zwei…
Manchmal sind es die einfachsten Dinge aus der Küche, die uns am meisten überraschen. Wer…
Es gibt Desserts, die man einmal ausprobiert und danach nie wieder vergisst. Genau so ging…
Manchmal entdeckt man im Internet einen Tipp, der zunächst so einfach klingt, dass man ihn…