Es gibt Kuchen, die begleiten einen durchs ganze Leben. Donauwellen gehören für mich ganz klar dazu. Schon als Kind standen sie bei uns sonntags auf dem Tisch, oft gebacken von meiner Mutter oder meiner Großmutter. Damals habe ich mir keine Gedanken gemacht, wie schwer oder süß sie waren – Hauptsache, sie schmeckten. Mit den Jahren hat sich mein Blick darauf verändert. Ich liebe diese Klassiker noch immer, aber ich habe gemerkt, dass mir ein etwas leichterer Kuchen im Alltag besser bekommt. Nicht aus Zwang, sondern aus Erfahrung.
Dieser Gugelhupf ist aus genau diesem Gedanken entstanden. Ich wollte den vertrauten Geschmack der Donauwellen behalten – Kirschen, Kakao, helle und dunkle Schichten – aber ohne schwere Buttercreme und ohne übertriebene Süße. Ein Kuchen, den man gerne backt, gerne isst und nach dem man sich trotzdem wohlfühlt. Für mich ist das kein Verzicht, sondern eine bewusste Weiterentwicklung eines alten Lieblingsrezepts.
Zutaten
Für den Teig:
250 g Butter, weich
180 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
5 Eier (Größe M), zimmerwarm
300 g Naturjoghurt oder Skyr
300 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
3 EL ungesüßter Backkakao
4 EL Milch
3 EL Kokosraspeln
750 g Kirschen (abgetropft, TK oder Glas)
Für die Glasur (optional):
100 g Zartbitterschokolade
60 ml Sahne oder Milch
1 TL Kokosöl
Zubereitung
Zuerst die Kirschen gut abtropfen lassen und beiseitestellen. Den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Gugelhupfform gründlich einfetten und leicht mehlen.
Die weiche Butter zusammen mit dem Zucker und dem Vanillezucker mehrere Minuten cremig rühren, bis die Masse hell und luftig ist. Die Eier nacheinander unterrühren und jedes Ei gut einarbeiten, damit der Teig schön glatt wird. Anschließend den Joghurt unterrühren.
Das Mehl mit dem Backpulver mischen und portionsweise unter den Teig heben, bis eine homogene Masse entsteht. Den Teig in zwei gleich große Portionen teilen. In eine Hälfte den Kakao und die Milch einrühren, in die andere Hälfte die Kokosraspeln.
Nun abwechselnd hellen und dunklen Teig in die Gugelhupfform geben. Zwischendurch die Kirschen locker auf dem Teig verteilen und leicht andrücken. Den Kuchen im vorgeheizten Ofen etwa 55–60 Minuten backen. Mit der Stäbchenprobe prüfen, ob er durchgebacken ist.
Nach dem Backen den Kuchen etwa 10 Minuten in der Form ruhen lassen, dann vorsichtig stürzen und vollständig auskühlen lassen.
Für die Glasur die Schokolade grob hacken. Sahne oder Milch mit dem Kokosöl erhitzen, vom Herd ziehen und die Schokolade darin schmelzen lassen. Die Glasur gleichmäßig über den Kuchen gießen.
Tipps & Varianten
Wer es noch leichter mag, kann die Glasur ganz weglassen oder den Kuchen einfach mit etwas Kakaopulver bestäuben.
Der Gugelhupf schmeckt am nächsten Tag sogar noch saftiger, da sich die Aromen gut verbinden.
Statt Kokosraspeln kann auch gemahlene Mandel verwendet werden.
Der Kuchen lässt sich gut einfrieren und portionsweise auftauen – ideal für den Alltag.
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