Es gibt Rezepte, die begleiten einen ein Leben lang. Nicht, weil sie kompliziert sind oder besonders modern, sondern weil sie Erinnerungen wecken. Für mich gehörte Nussstrudel immer genau dazu. Früher war er üppig, süß, schwer – ein echtes Festtagsgebäck. Doch irgendwann kam der Punkt, an dem ich merkte: Ich möchte diesen Geschmack behalten, aber meinem Körper etwas Gutes tun. Weniger Zucker, weniger Mehl, weniger Schwere – aber bitte ohne Verzicht auf Genuss. Und genau so entstand dieser Low-Carb Nussstrudel.
Er sieht aus wie ein klassischer Strudel, duftet nach Nüssen, Zimt und Vanille und schneidet sich in wunderschöne Scheiben mit feiner Spirale. Aber er ist leichter, bekömmlicher und macht nicht müde. Genau das liebe ich daran.
Zutaten
Für den Low-Carb Teig
180 g gemahlene Mandeln
60 g Kokosmehl
2 TL Backpulver
1 Prise Salz
80 g Erythrit (fein gemahlen)
2 Eier (Größe M)
100 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
40 g weiche Butter
1 TL Vanilleextrakt
Für die Nussfüllung
200 g gemahlene Haselnüsse oder Walnüsse
70 g Erythrit
1 TL Zimt
1 Päckchen Vanillezucker (Low-Carb) oder Vanillepulver
80 ml ungesüßte Mandelmilch
1 EL Rum-Aroma oder echter Rum (optional)
Zum Bestreichen
1 Eigelb
2 EL Sahne
Zubereitung – Schritt für Schritt, ganz ohne Stress
Ich beginne immer mit dem Teig, denn er darf kurz ruhen. In einer großen Schüssel vermische ich die gemahlenen Mandeln, das Kokosmehl, Backpulver, Salz und Erythrit. In einer zweiten Schüssel verrühre ich Eier, Frischkäse, Butter und Vanille, bis eine cremige Masse entsteht. Diese kommt zu den trockenen Zutaten und wird zu einem geschmeidigen, leicht klebrigen Teig verarbeitet. Kein klassischer Hefeteig, aber erstaunlich elastisch.
Der Teig wird zu einer Kugel geformt, in Frischhaltefolie gewickelt und etwa 15 Minuten in den Kühlschrank gelegt. Diese kurze Ruhezeit macht ihn später viel einfacher zu verarbeiten.
Währenddessen kümmere ich mich um die Füllung. Die gemahlenen Nüsse kommen in eine Schüssel, dazu Erythrit, Zimt und Vanille. Nach und nach gieße ich die Mandelmilch unter Rühren dazu, bis eine streichfähige, saftige Masse entsteht. Sie sollte nicht flüssig sein, sondern cremig und aromatisch. Zum Schluss gebe ich – wenn gewünscht – einen Hauch Rum hinzu. Das erinnert sofort an klassische Festtagsbäckerei.
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