Wenn die Erdbeersaison beginnt, weiß ich jedes Jahr ganz genau: Jetzt ist die Zeit für leichte, fruchtige Desserts. Nach langen Wintermonaten, in denen es eher deftig und schwer zugeht, sehne ich mich nach etwas Frischem, Cremigem und Süßem – aber bitte ohne Zuckerbombe und ohne stundenlang in der Küche zu stehen. Genau so ist dieses Erdbeer-Tiramisu entstanden. Nicht geplant, nicht aus einem Kochbuch, sondern aus dem ganz normalen Alltag heraus, an einem warmen Nachmittag, an dem spontan Besuch angekündigt war und ich etwas auf den Tisch bringen wollte, das alle begeistert.
Ich liebe klassische Tiramisu, aber im Sommer ist mir die Kaffee-Kakao-Variante oft zu schwer. Außerdem essen bei uns häufig Kinder mit, und Alkohol gehört für mich in ein Dessert nicht unbedingt hinein. Also habe ich ausprobiert, ersetzt, reduziert und am Ende war es da: ein Erdbeer-Tiramisu, das fruchtig, leicht und cremig ist, ganz ohne Alkohol auskommt und trotzdem diesen typischen „Wow-Effekt“ hat, wenn man den ersten Löffel probiert. Und weil ich mittlerweile sehr darauf achte, Zucker und schnelle Kohlenhydrate zu reduzieren, ist daraus automatisch eine Low-Carb-Version geworden, die man ohne schlechtes Gewissen genießen kann.
Dieses Dessert ist perfekt für heiße Sommertage, Grillabende, Geburtstagsfeiern oder einfach als kleine Belohnung zwischendurch. Es ist schnell gemacht, lässt sich gut vorbereiten und schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser. Für mich ist es eines dieser Rezepte, die man einmal ausprobiert und dann immer wieder macht, weil sie einfach funktionieren.
🛒 Zutaten (Low Carb, ca. 6 Portionen)
1 kg frische Erdbeeren
100–120 g Erythrit-Puder (nach Geschmack)
300 g griechischer Joghurt (10 % Fett für mehr Cremigkeit)
450 g Mascarpone
(alternativ: 300 g Mascarpone + 150 g Frischkäse)
250 g Schlagsahne
1 Bio-Zitrone, Saft davon
6 EL frisch gepresster Orangensaft
Low-Carb-Biskuits oder Mandelkekse
(Menge wie bei ca. 400 g Löffelbiskuits)
optional: Vanilleextrakt, Zitronenabrieb, frische Minze
👩🍳 Zubereitung
Zuerst kümmere ich mich um die Erdbeeren, denn sie sind der Star dieses Desserts. Ich wasche sie gründlich, lasse sie gut abtropfen und entferne das Grün. Etwa die Hälfte der Erdbeeren schneide ich in kleine Stücke und gebe sie zusammen mit dem Zitronensaft, der Hälfte des Erythrit-Puders und dem frisch gepressten Orangensaft in einen Mixer. Daraus entsteht ein feines, leuchtend rotes Erdbeerpüree, das herrlich frisch schmeckt. Die übrigen Erdbeeren schneide ich in Scheiben und stelle sie beiseite.
Für die Creme schlage ich zunächst die Sahne steif und stelle sie kurz kühl. In einer großen Schüssel verrühre ich Mascarpone und Joghurt mit dem restlichen Erythrit-Puder, bis eine glatte, cremige Masse entsteht. Wer mag, gibt ein paar Tropfen Vanilleextrakt dazu. Anschließend hebe ich die geschlagene Sahne vorsichtig unter, damit die Creme schön luftig bleibt.
Nun geht es ans Schichten, meinen absoluten Lieblingsteil. Ich nehme entweder eine große Auflaufform oder mehrere Dessertgläser. Zuerst verteile ich etwas Erdbeerpüree auf dem Boden. Darauf kommt eine Lage Low-Carb-Biskuits, die ich kurz im Erdbeerpüree wende, damit sie saftig werden. Anschließend folgt eine großzügige Schicht Creme, dann ein paar Erdbeerscheiben. So fahre ich fort, bis alle Zutaten aufgebraucht sind.
Die letzte Schicht besteht bei mir immer aus Creme, dekoriert mit Erdbeeren und – wenn ich Gäste erwarte – etwas Zitronenabrieb oder ein paar Minzblättern. Das Tiramisu stelle ich anschließend mindestens eine Stunde in den Kühlschrank. Noch besser wird es, wenn es zwei bis drei Stunden durchziehen darf.
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