Es gibt Gerichte, die begleiten einen irgendwie durch das Leben, auch wenn man sie nicht ständig auf dem Tisch hat. Bei mir ist es der türkische Tomatensalat. Das erste Mal gegessen habe ich ihn tatsächlich im Urlaub an der türkischen Riviera. Damals war ich noch jung, vielleicht Anfang zwanzig, und wir saßen abends in einem kleinen Familienrestaurant direkt am Strand. Die Sonne ging gerade unter, man hörte die Wellen rauschen und dann kam der Kellner mit einem Teller voller kleiner Vorspeisen – sogenannten Meze. Unter all den Schälchen war dieser eine Salat, den ich sofort geliebt habe: frisch, leicht, voller Geschmack und so anders als der klassische deutsche Gurkensalat, den ich von zu Hause kannte.
Und genau das ist das Schöne: dieser Salat ist so einfach, und trotzdem steckt so viel Aroma drin. Die Kombination aus Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Peperoni, Petersilie und dem säuerlichen Dressing ist einfach genial. Manchmal frage ich mich, warum wir in Deutschland immer wieder denselben Salat machen – Gurkensalat mit Sahne, Tomatensalat mit Essig-Öl – wenn es doch so einfache Alternativen gibt, die wirklich nach Sommer schmecken.
Das Lustige ist, dass ich das Rezept für diesen Salat viele Jahre später bei einer türkischen Nachbarin wiederentdeckt habe. Sie war so eine liebe Frau, immer freundlich, und sie hat oft große Familienessen vorbereitet. Eines Tages habe ich sie gefragt, ob sie mir zeigen kann, wie man diesen Tomatensalat macht. Sie hat gelächelt und gesagt: „Natürlich, komm rüber, wir machen das zusammen.“ Und genau da habe ich gelernt, wie man ihn richtig würzt, was man besser weglässt und worauf es ankommt.
Heute mache ich diesen Salat regelmäßig, besonders im Sommer. Er passt einfach zu allem: zu gegrilltem Fleisch, zu Fisch, zu Fladenbrot, oder einfach nur so, wenn man etwas Leichtes essen möchte. Und das Beste: er ist gesund, kalorienarm und super schnell gemacht.
Für das Dressing:
1. Zwiebeln vorbereiten
Als Erstes kümmern wir uns um die Zwiebeln. Ich nehme meistens eine rote Zwiebel, weil sie nicht nur schöner aussieht, sondern auch etwas milder im Geschmack ist. Du kannst aber auch eine weiße oder normale Haushaltszwiebel nehmen, das bleibt dir überlassen. Wichtig ist, sie zu schälen, zu halbieren und in feine Ringe zu schneiden. Jetzt kommt ein kleiner Trick: bestreue die Zwiebeln mit Salz und Pfeffer und lass sie ein paar Minuten ruhen. Danach kurz abspülen und gut ausdrücken. So werden sie milder, verlieren ihre Schärfe und passen besser in den Salat.
2. Tomaten vorbereiten
Jetzt geht es an die Tomaten. Am besten nimmst du reife, saftige Tomaten, die viel Aroma haben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Bio-Tomaten oder Tomaten aus dem Garten einfach unschlagbar sind. Die Tomaten entkernen und in kleine Würfel schneiden. Manchmal, wenn ich faul bin, lasse ich die Kerne auch drin – aber dann wird der Salat etwas wässriger.
3. Gurken vorbereiten
Die Gurken schälen, halbieren und mit einem Teelöffel die Kerne entfernen. Dann ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Es lohnt sich wirklich, die Kerne rauszumachen, weil der Salat sonst schnell zu viel Flüssigkeit bekommt.
4. Peperoni schneiden
Eine kleine Peperoni gibt dem Ganzen den typischen türkischen Kick. Schneide sie in feine Ringe oder kleine Würfel. Wenn du es nicht so scharf magst, kannst du die Kerne entfernen – die machen nämlich den größten Teil der Schärfe aus.
5. Petersilie hacken
Zum Schluss noch frische Petersilie fein hacken. Ohne Petersilie fehlt einfach das gewisse Etwas. Sie bringt Frische und Farbe in den Salat.
6. Alles mischen
Jetzt kommt der schönste Teil: alle Zutaten in eine Schüssel geben, das Dressing aus Öl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer anrühren und über den Salat gießen. Alles gut vermengen und am besten ein paar Minuten durchziehen lassen.
Der türkische Tomatensalat ist nicht nur lecker, sondern auch extrem gesund. Tomaten liefern Vitamin C und Lycopin, Gurken sind wasserreich und erfrischend, Zwiebeln stärken das Immunsystem, und Petersilie ist ein wahres Vitamin-C-Wunder. Durch das Olivenöl im Dressing werden die fettlöslichen Vitamine sogar noch besser aufgenommen.
Ich mache den Salat oft, wenn ich keine Lust habe, lange zu kochen. Er ist in 15 Minuten fertig und passt einfach immer. Meine Familie liebt ihn inzwischen genauso wie ich. Manchmal mache ich eine große Schüssel, und dann bleibt nichts übrig – egal ob zum Grillen, als Beilage oder einfach so.
Ein Badezimmer, das schon beim Betreten angenehm frisch riecht, ist für viele Menschen ein kleines…
Wenn es nach einem langen Arbeitstag schnell gehen muss, aber trotzdem etwas Herzhaftes auf den…
Manchmal sind es die einfachsten Dinge im Haushalt, die für die größte Überraschung sorgen. Zwei…
Manchmal sind es die einfachsten Dinge aus der Küche, die uns am meisten überraschen. Wer…
Es gibt Desserts, die man einmal ausprobiert und danach nie wieder vergisst. Genau so ging…
Manchmal entdeckt man im Internet einen Tipp, der zunächst so einfach klingt, dass man ihn…