Mein Mann sagte: „Das kann niemals aus der Heißluftfritteuse sein!“ – bis er den Schinken aus dem Philips Airfryer probiert hat…

Ich erinnere mich noch genau an den Tag, an dem die Idee für dieses Rezept geboren wurde. Es war ein Samstag im Herbst, draußen war es grau, nass und windig. Genau so ein Tag, an dem man eigentlich gar nicht raus möchte, sondern lieber im Warmen bleibt, vielleicht mit einer heißen Tasse Tee oder einem Glas Rotwein, und etwas richtig Herzhaftes auf den Tisch bringt. Normalerweise hätte ich an solchen Tagen den Backofen angeworfen und einen großen Braten oder einen Schinken zubereitet. Doch diesmal war etwas anders: Ich hatte gerade erst meinen neuen Philips Airfryer gekauft, so ein moderner Küchenhelfer, von dem alle sprachen.

Ich war anfangs skeptisch – Schinken im Airfryer? Das klang für mich fast unmöglich. Ein Schinken, wie man ihn vom Ofen kennt, saftig und gleichzeitig mit dieser goldbraunen Glasur, die leicht karamellisiert und herrlich duftet – sollte das wirklich in einem Gerät gelingen, das eher nach Pommes und Chicken Wings klingt? Mein Mann lachte mich sogar aus und meinte: „Also bitte, so ein Riesenstück Fleisch in der Fritteuse? Das geht doch schief!“ Doch ich ließ mich nicht beirren. Ich dachte mir: Wenn der Airfryer angeblich alles kann, warum dann nicht auch einen Schinken?

Gesagt, getan. Ich besorgte einen schönen, spiralgeschnittenen Schinken, so wie man ihn aus den USA kennt. Schön groß, saftig, mit Knochen, damit er besonders aromatisch bleibt. Dazu hatte ich mir vorgenommen, eine Glasur zu machen, die süß und würzig zugleich ist – mit braunem Zucker, etwas Dijon-Senf, ein wenig Zimt und Nelken. Allein der Gedanke daran ließ mir schon das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Während ich in der Küche stand und die Zutaten vorbereitete, konnte ich nicht anders, als an meine Oma zu denken. Sie hat früher auch oft Schinken gemacht, aber eben ganz klassisch im Ofen, stundenlang, mit viel Geduld und natürlich jeder Menge Aromen. Oma hätte wahrscheinlich die Augen verdreht, wenn sie gewusst hätte, dass ich das Ganze in eine „Heißluftfritteuse“ packen will. Aber genau das reizte mich – ein altes Rezept, ein Klassiker, der früher ganze Familien sonntags am Tisch versammelte, modern interpretiert mit einem Gerät, das eigentlich für die schnelle Küche gedacht ist.

Und was soll ich sagen? Das Ergebnis hat selbst mich umgehauen. Der Schinken kam butterzart aus dem Airfryer, die Glasur glänzte und hatte diesen leicht karamellisierten Geschmack, den ich so liebe. Mein Mann, der vorher noch gespottet hatte, stand plötzlich sprachlos daneben, biss hinein und sagte nur: „Das kann niemals aus der Heißluftfritteuse sein!“ Und genau da wusste ich, dass ich ein neues Lieblingsrezept entdeckt hatte.

Zutaten für den Airfryer-Schinken (ca. 6–8 Portionen)

  • 1 Schinken, spiralgeschnitten, mit Knochen, ca. 2–3 kg (für den Airfryer nicht zu groß wählen, sonst passt er nicht rein – je nach Modell evtl. kleiner)
  • 150 g brauner Zucker (alternativ Erythrit für Low Carb)
  • 60 ml Ahornsirup (alternativ zuckerfreier Sirup)
  • 2 EL Dijon-Senf
  • ½ TL Zimt
  • ½ TL gemahlene Nelken
  • 50 ml Wasser

Zubereitung Schritt für Schritt im Philips Airfryer

  1. Vorbereitung
    Den Schinken aus der Verpackung nehmen und abtupfen. Viele Schinken sind schon vorgekocht – das ist perfekt, weil es die Garzeit im Airfryer enorm verkürzt.
  2. Glasur anrühren
    In einer kleinen Schüssel braunen Zucker, Ahornsirup, Dijon-Senf, Zimt und Nelken verrühren. Das ergibt eine dickflüssige, würzig-süße Mischung, die später karamellisiert.
  3. Schinken einpinseln
    Den Schinken mit der Glasur bestreichen, besonders in die Zwischenräume der Scheiben, damit überall Geschmack hinkommt.
  4. Ab in den Airfryer
    Den Philips Airfryer auf 160 °C vorheizen. Den Schinken vorsichtig in den Korb legen (bei großen Schinken evtl. in zwei Hälften schneiden). Mit etwas Wasser im Boden des Einsatzes bleibt er saftiger.
  5. Garen
    Den Schinken ca. 25–30 Minuten garen, zwischendurch einmal öffnen und neu mit Glasur bepinseln. So entsteht die glänzende, karamellisierte Oberfläche.
  6. Karamellisieren
    Zum Schluss die Temperatur auf 180 °C erhöhen und weitere 5–10 Minuten laufen lassen, bis die Glasur leicht blubbert und goldbraun wird.
  7. Servieren
    Den Schinken aus dem Airfryer nehmen, kurz ruhen lassen und dann in Scheiben servieren.

Beim ersten Mal habe ich viel zu viel Glasur gemacht, die dann leicht verbrannt ist. Ich dachte schon: „Na super, das war’s mit dem Experiment.“ Aber die Familie war trotzdem begeistert. Der Schinken war so saftig, dass er selbst ohne Glasur ein Traum war. Beim zweiten Versuch habe ich dann weniger Zucker genommen und öfter zwischendurch bepinselt – und das Ergebnis war perfekt.

Das Schöne an diesem Rezept ist, dass man es variieren kann. Mal nehme ich Honig statt Ahornsirup, mal füge ich einen Schuss Orangensaft hinzu, oder ich mische etwas Chili in die Glasur für eine scharfe Note. Mein Mann liebt es klassisch, meine Kinder mögen es lieber süßer. Und das Beste: Es geht unglaublich schnell. Statt drei Stunden im Ofen steht das Essen in weniger als einer Stunde auf dem Tisch.

Low-Carb-Version

Für alle, die auf Kohlenhydrate achten, ist das Rezept perfekt anpassbar. Statt braunem Zucker nehme ich Erythrit oder Xylit, den Ahornsirup ersetze ich durch zuckerfreien Sirup oder etwas flüssiges Süßungsmittel. Der Geschmack bleibt nahezu identisch, aber man spart jede Menge Kalorien.

Tipps für den perfekten Airfryer-Schinken

  • Größe beachten: Ein 3-kg-Schinken passt nicht in jeden Airfryer. Lieber kleiner kaufen.
  • Reste nutzen: Kalte Schinkenreste schmecken am nächsten Tag fantastisch in Sandwiches oder Salaten.
  • Variationen: Mit Kräutern (Rosmarin, Thymian), mit Bier oder Whisky in der Glasur, oder sogar asiatisch mit Sojasauce und Ingwer.
  • Beilagen: Klassisch passen Kartoffelpüree, Krautsalat oder gebratene Bohnen dazu. Für Low Carb einfach einen frischen Gurkensalat oder Ofengemüse.

Warum Airfryer statt Ofen?

Ich habe es ausprobiert: Der Schinken aus dem Ofen ist zwar traditionell, aber er braucht locker drei Stunden. Im Airfryer dauert das Ganze weniger als eine Stunde – und er wird genauso gut, wenn nicht besser. Außerdem spart man Energie und muss den Ofen nicht vorheizen. Für kleine Haushalte ist das unschlagbar.

Heute lacht mein Mann nicht mehr über meine „verrückten Experimente“ mit dem Airfryer. Im Gegenteil: Er fragt inzwischen schon am Freitag: „Machst du am Wochenende wieder deinen Schinken?“ Und ich weiß, dass dieses Rezept uns noch viele gemütliche Abende bescheren wird.

admin

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