Bei Waschmaschinen ist die Situation allerdings komplizierter. Moderne Geräte enthalten verschiedene Materialien, die nicht alle gleichermaßen säurebeständig sind.
Deshalb sollte man Essig nicht einfach regelmäßig in das Waschmittelfach oder die Trommel geben. Einige Hersteller raten ausdrücklich davon ab, weil Säure auf Dauer bestimmte Dichtungen und Bauteile beeinträchtigen kann.
Der alte Haushaltstrick ist also nicht grundsätzlich erfunden, aber seine Anwendung sollte sorgfältig überlegt werden.
So bekommen Sie Handtücher wieder angenehm weich
Bevor Sie zu Essig oder anderen Hausmitteln greifen, lohnt es sich, einige einfache Gewohnheiten zu verändern.
1. Die richtige Waschmittelmenge verwenden
Orientieren Sie sich an der Dosierung auf der Verpackung. Dabei spielen die Wasserhärte, die Menge der Wäsche und der Verschmutzungsgrad eine wichtige Rolle.
Zu viel Waschmittel kann Rückstände verursachen, während zu wenig Waschmittel die Reinigungsleistung beeinträchtigt.
2. Die Waschmaschine nicht überladen
Wenn die Trommel zu voll ist, können sich die Handtücher nicht ausreichend bewegen. Dadurch werden Schmutz und Waschmittel möglicherweise schlechter ausgespült.
Lassen Sie deshalb genügend Platz in der Trommel.
3. Weichspüler sparsam einsetzen
Weichspüler sorgt zwar häufig für ein angenehmes Gefühl, kann aber die Fasern mit einem Film überziehen und dadurch die Saugfähigkeit von Handtüchern vermindern.
Gerade bei Badetüchern ist es deshalb sinnvoll, ihn nur sparsam oder gar nicht zu verwenden.
4. Einen zusätzlichen Spülgang ausprobieren
Wenn Sie vermuten, dass Waschmittelrückstände für harte Handtücher verantwortlich sind, kann ein zusätzlicher Spülgang helfen.
5. Handtücher vor dem Trocknen ausschütteln
Dieser kleine Handgriff wird oft unterschätzt. Schütteln Sie die Handtücher kräftig aus, bevor Sie sie aufhängen.
Das lockert die Fasern etwas auf und kann dafür sorgen, dass sie sich nach dem Trocknen angenehmer anfühlen.
Kann Essig die Waschmaschine reinigen?
Essig kann Kalk lösen. Deshalb wird häufig empfohlen, eine Tasse Essig in die Waschmaschine zu geben und anschließend ein heißes Waschprogramm zu starten.
Doch genau hier ist Vorsicht angebracht.
Nicht jeder Waschmaschinenhersteller erlaubt die Verwendung von Essig. Die Säure kann bei wiederholtem Kontakt bestimmte Materialien angreifen. Auch die Konzentration und die Einwirkzeit spielen eine Rolle.
Deshalb ist es besser, zunächst in der Bedienungsanleitung nachzusehen, welche Reinigungsmittel für das eigene Gerät empfohlen werden.
Für eine gründliche Maschinenpflege gibt es außerdem spezielle Waschmaschinenreiniger und Entkalker, die entsprechend den Herstellerangaben verwendet werden können.
Wichtig ist auch: Haushaltsessig ist kein zuverlässiges Desinfektionsmittel für die gesamte Waschmaschine.
Die Waschmaschine richtig reinigen – Schritt für Schritt
1. Das Waschmittelfach herausnehmen
Im Waschmittelfach sammeln sich mit der Zeit häufig Rückstände von Waschmittel und Weichspüler.
Bei vielen Maschinen lässt sich die Schublade vollständig herausnehmen.
Spülen Sie sie unter warmem Wasser ab und reinigen Sie schwer zugängliche Stellen mit einer kleinen Bürste.
Anschließend gründlich trocknen lassen.
2. Die Türdichtung kontrollieren
Besonders bei Frontlader-Waschmaschinen können sich in den Falten der Gummidichtung Feuchtigkeit, Fusseln und Schmutz ansammeln.
Wischen Sie die Dichtung vorsichtig mit einem weichen Tuch und etwas Wasser oder einem vom Hersteller zugelassenen milden Reinigungsmittel ab.
Danach mit einem trockenen Tuch nachwischen.
Vermeiden Sie aggressive Reinigungsmittel, wenn der Hersteller diese nicht ausdrücklich erlaubt.
3. Das Flusensieb überprüfen
Auch das Flusensieb beziehungsweise der Pumpenfilter sollte regelmäßig kontrolliert werden.
Dort können sich Haare, Fusseln, Münzen oder andere kleine Gegenstände sammeln.
Beachten Sie unbedingt die Bedienungsanleitung, bevor Sie den Filter öffnen. Häufig befindet sich noch Wasser im Gerät, das zunächst aufgefangen werden muss.
4. Ein geeignetes Reinigungsprogramm starten
Viele moderne Waschmaschinen besitzen ein spezielles Trommelreinigungsprogramm.
Dieses sollte entsprechend den Herstellerangaben verwendet werden.
Falls ein Maschinenreiniger empfohlen wird, achten Sie auf die richtige Dosierung.
5. Nach dem Waschen für Belüftung sorgen
Lassen Sie die Waschmaschinentür und das Waschmittelfach nach dem Waschen eine Weile geöffnet, sofern dies sicher möglich ist.
Dadurch kann die verbleibende Feuchtigkeit besser entweichen.
Dieser einfache Schritt hilft, unangenehmen Gerüchen vorzubeugen.
Der häufigste Fehler beim Waschen weißer Wäsche
Viele Menschen denken, dass weiße Kleidung besonders viel Waschmittel benötigt. Doch das stimmt nicht unbedingt.
Entscheidend sind das richtige Waschprogramm, die passende Temperatur und ein geeignetes Waschmittel.
Für robuste weiße Baumwollwäsche eignet sich häufig ein pulverförmiges Vollwaschmittel mit Sauerstoffbleiche, sofern das Pflegeetikett dies erlaubt.
Dieses kann dabei helfen, Verfärbungen zu reduzieren und die Wäsche länger hell aussehen zu lassen.
Essig allein kann dagegen weder alle Flecken entfernen noch vergraute Wäsche zuverlässig wieder strahlend weiß machen.
Außerdem sollte Essig niemals mit chlorhaltigen Bleichmitteln vermischt werden, da dabei gefährliche Gase entstehen können.
Was tun, wenn die Waschmaschine unangenehm riecht?
Ein muffiger Geruch entsteht häufig, wenn Feuchtigkeit und Rückstände über längere Zeit in der Maschine verbleiben.
Besonders niedrige Waschtemperaturen, häufige Kurzprogramme und eine dauerhaft geschlossene Tür können das Problem begünstigen.
Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig das Waschmittelfach, die Türdichtung und den Pumpenfilter.
Reinigen Sie die Maschine nach den Herstellerangaben und lassen Sie sie anschließend gut trocknen.
Wenn der Geruch trotz gründlicher Reinigung bestehen bleibt, kann eine genauere Überprüfung notwendig sein.
Warum weniger Waschmittel manchmal mehr bringt
Meine Mutter hatte mit einem ihrer Ratschläge tatsächlich recht: Nicht immer braucht man ein zusätzliches Hausmittel, um bessere Waschergebnisse zu erzielen.
Oft reicht es, die Waschmittelmenge anzupassen, die Maschine regelmäßig zu reinigen und die Wäsche richtig zu trocknen.
Besonders bei Handtüchern habe ich festgestellt, wie wichtig die richtige Kombination aus Waschprogramm, Dosierung und ausreichendem Spülen ist.
Seitdem achte ich viel stärker darauf, die Trommel nicht zu überladen und die Handtücher nach dem Waschen gründlich auszuschütteln.
Das klingt unspektakulär, macht im Alltag aber durchaus einen Unterschied.
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