In jungen Jahren erneuert sie sich ständig. Alte Hautzellen lösen sich relativ schnell ab und werden durch neue ersetzt.
Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich dieser Prozess.
Dadurch bleiben abgestorbene Hautzellen länger auf der Oberfläche. Gleichzeitig produziert die Haut weniger Feuchtigkeit und weniger schützende Lipide. Die natürliche Hautbarriere verändert sich.
Auch kleine Mengen von Hautfetten können dadurch länger auf der Haut verbleiben und oxidieren. Genau dabei entstehen Geruchsstoffe, die früher kaum vorhanden waren.
Das Mikrobiom der Haut verändert sich
Auf unserer Haut leben Milliarden von Mikroorganismen.
Das klingt zunächst ungewohnt, ist aber völlig normal.
Viele dieser Bakterien schützen uns sogar vor Krankheitserregern.
Mit dem Alter verändert sich jedoch die Zusammensetzung dieser Hautflora. Manche Bakterienarten werden seltener, andere häufiger.
Dadurch verändert sich auch die Art und Weise, wie Schweiß und Hautfette zersetzt werden.
Genau deshalb kann sich der Körpergeruch verändern, obwohl sich an der täglichen Körperpflege überhaupt nichts geändert hat.
Hormone spielen ebenfalls eine Rolle
Nicht nur in der Pubertät verändern Hormone unseren Körper.
Auch später im Leben sinken verschiedene Hormonspiegel langsam ab.
Bei Frauen geschieht während und nach den Wechseljahren besonders viel.
Bei Männern verändern sich ebenfalls hormonelle Prozesse.
Diese Veränderungen beeinflussen unter anderem:
die Talgproduktion,
die Schweißbildung,
die Hautfeuchtigkeit,
den Fettstoffwechsel.
Auch dadurch kann sich der individuelle Körpergeruch verändern.
Medikamente können den Geruch beeinflussen
Viele Menschen nehmen mit zunehmendem Alter regelmäßig Medikamente ein.
Manche Wirkstoffe werden teilweise über Schweiß oder Haut ausgeschieden.
Das bedeutet nicht, dass Medikamente grundsätzlich zu unangenehmen Gerüchen führen.
Sie können jedoch den natürlichen Eigengeruch leicht verändern.
Auch Nahrungsergänzungsmittel oder hoch dosierte Vitamine können bei manchen Menschen einen kleinen Einfluss haben.
Ernährung wird oft unterschätzt
Was wir essen, beeinflusst unseren Körper stärker, als viele vermuten.
Bestimmte Lebensmittel können den Körpergeruch kurzfristig verändern.
Dazu gehören beispielsweise:
Knoblauch
Zwiebeln
Alkohol
sehr scharfe Gewürze
große Mengen rotes Fleisch
Das bedeutet natürlich nicht, dass man darauf verzichten muss.
Viele Menschen stellen jedoch fest, dass sie sich mit einer abwechslungsreichen Ernährung, viel Gemüse und ausreichend Flüssigkeit insgesamt frischer fühlen.
Ausreichend trinken macht tatsächlich einen Unterschied
Mit zunehmendem Alter nimmt das Durstgefühl häufig ab.
Viele Menschen trinken deshalb unbewusst zu wenig.
Eine gute Flüssigkeitszufuhr unterstützt den Stoffwechsel und hilft dem Körper, verschiedene Stoffwechselprodukte besser auszuscheiden.
Natürlich verschwindet dadurch kein altersbedingter Körpergeruch vollständig.
Viele berichten jedoch, dass sie sich insgesamt wohler fühlen, wenn sie regelmäßig Wasser oder ungesüßten Tee trinken.
Kleidung spielt eine größere Rolle als gedacht
Selbst wenn der Körper sauber ist, können Textilien Gerüche festhalten.
Besonders Kunstfasern speichern Schweißbestandteile häufig stärker als Naturmaterialien.
Baumwolle, Leinen oder hochwertige Merinowolle lassen die Haut besser atmen.
Außerdem lohnt es sich, Sportkleidung möglichst zeitnah zu waschen.
Manchmal liegt der vermeintliche Körpergeruch nämlich gar nicht an der Haut, sondern an älteren Rückständen in den Fasern der Kleidung.
Milde Körperpflege reicht oft völlig aus
Viele Menschen reagieren auf veränderten Körpergeruch mit immer stärkeren Seifen oder aggressiven Desinfektionsmitteln.
Das kann jedoch genau das Gegenteil bewirken.
Eine geschädigte Hautbarriere produziert häufig noch schneller Ungleichgewichte im Hautmikrobiom.
Deshalb empfehlen viele Dermatologen:
pH-neutrale Waschlotionen
gründliches Abtrocknen der Haut
regelmäßiger Wechsel der Kleidung
sanfte Pflege statt übermäßiger Reinigung
Weniger ist manchmal tatsächlich mehr.
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