Zuerst kontrolliere ich immer das Pflegeetikett des Kissens. Nicht jedes Material verträgt dieselbe Temperatur. Viele moderne Füllungen lassen sich problemlos bei 60 Grad waschen, manche benötigen jedoch niedrigere Temperaturen.
Ist das Kissen geeignet, beginne ich mit einer kurzen Vorbehandlung. Dafür löse ich die Mischung aus Waschmittel, Geschirrspülmittel und Natron in heißem Wasser auf. Das Kissen darf darin etwa dreißig Minuten einweichen. Besonders bei älteren Verfärbungen hilft dieser Schritt oft dabei, Rückstände bereits vor dem eigentlichen Waschgang zu lösen.
Anschließend kommt das Kissen direkt in die Waschmaschine. Ich verwende möglichst ein 60-Grad-Programm, sofern das Pflegeetikett dies erlaubt. Gleichzeitig gebe ich die vorbereitete Mischung in das Waschmittelfach oder direkt in die Trommel.
Während des Waschens lösen Waschmittel und Geschirrspülmittel gemeinsam Fett- und Eiweißrückstände, während Natron unangenehme Gerüche neutralisieren kann. Genau diese Kombination hat sich bei mir besonders bewährt.
Nach dem eigentlichen Waschgang lasse ich grundsätzlich einen zusätzlichen Spülgang laufen. So werden Waschmittelreste gründlich ausgespült und das Kissen fühlt sich später deutlich angenehmer an.
Ebenso wichtig wie das Waschen ist anschließend das vollständige Trocknen. Feuchtigkeit sollte niemals im Inneren des Kissens verbleiben. Deshalb trockne ich die Kissen möglichst draußen an einem warmen, luftigen Tag. Zwischendurch schüttle ich sie mehrmals kräftig auf, damit die Füllung locker bleibt.
Falls ich den Trockner benutze, gebe ich zusätzlich zwei oder drei saubere Trocknerbälle oder Tennisbälle dazu. Dadurch wird die Füllung während des Trocknens immer wieder aufgelockert und das Kissen bleibt angenehm bauschig.
So bleiben Kissen länger sauber
Seit ich mich etwas intensiver mit der Pflege beschäftigt habe, achte ich auf einige kleine Gewohnheiten.
Ich verwende grundsätzlich einen zusätzlichen Kissenschutz unter dem eigentlichen Bezug. Dieser nimmt einen großen Teil von Schweiß und Hautfetten auf und lässt sich deutlich einfacher waschen als das komplette Kopfkissen.
Die Bettwäsche wird regelmäßig gewechselt. Besonders im Sommer oder wenn nachts viel geschwitzt wird, tausche ich sie häufiger aus.
Auch Haare sollten möglichst trocken sein, bevor man schlafen geht. Nasse Haare bringen zusätzliche Feuchtigkeit ins Kissen, wodurch Verfärbungen schneller entstehen können.
Wer regelmäßig reichhaltige Nachtcremes oder Haaröle verwendet, sollte dem Kissen ebenfalls etwas mehr Aufmerksamkeit schenken. Viele Pflegeprodukte hinterlassen mit der Zeit Rückstände im Stoff.
Außerdem schüttele ich unsere Kopfkissen jeden Morgen kurz auf und lasse das Bett nach dem Aufstehen zunächst offen. So kann die während der Nacht entstandene Feuchtigkeit besser entweichen.
Wann sollte ein Kissen ersetzt werden?
Auch die beste Reinigung kann nicht jedes Kissen unbegrenzt erhalten. Wenn die Füllung verklumpt, das Kissen dauerhaft flach bleibt oder unangenehm riecht, obwohl es gründlich gewaschen wurde, ist meist ein Austausch sinnvoll.
Bei normaler Nutzung empfehlen viele Hersteller, Kopfkissen etwa alle zwei bis drei Jahre zu erneuern. Wie lange sie tatsächlich halten, hängt jedoch stark vom Material und der Pflege ab.
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